Esterwegen: ein kleiner Ort im Emsland, in der Nähe von Papenburg, und ein paar Deich-Längen von Ostfriesland entfernt. Esterwegen: eingebettet im Naturpark Hümmling in eine reizvolle Landschaft aus Wald, Heide und Moor; vor allem bekannt bei Naturliebhabern, bei Menschen, die Ruhe und Entspannung auf gerade mal schätzungsweise durchschnittlich 10 Meter über dem Meeresspiegel suchen. Mitten in dieser Idylle lebt Frank Kuhr mit seiner Familie. Der Gastronom, Koch und Hotelier macht gern mal eine Dose auf. Diejenige welche nämlich, die er selbst erfunden hat seit Jahren vermarktet.

Drin in der Dose sind Zutaten vornehmlich aus Kuhrs niedersächsischen Heimat wie er sagt. Roggenvollkornschrot, Roggenvollkornmehl, Weizenwollkornmehl, Sonnenblumenkerne, Wasser, Natürlicher Sauerteig und Salz. Aber nicht in Rohform. „Die ortsansässige Bäckerei Otten bearbeitet die Zutaten natürlich bevor sie die Dose zumacht und in den Vertrieb gibt“, erklärt Frank Kuhr. Und wenn man die Dose aufmacht, kommt das „Torfbrot®“ zum Vorschein. So knapp ein Pfund schwer ist es und anscheinend sehr beliebt. Menschen mit Glutenunverträglichkeit sollten darauf allerdings verzichten.

Und jetzt fragt man sich sicherlich, warum packe ich ein Brot in eine Dose? Ganz einfach. Da kommen wir zurück zum Anfang dieser kleinen Geschichte. Zurück nach Esterwegen. Der kleine Ort mit rund 5000 Einwohnern liegt nämlich inmitten eines 6000 Hektar großen Hochmoors, auch die „Esterwegener Dose“ genannt. Und weil man da oben im Norden schon seit Jahrhunderten Torf abbaut, zählte der Gastronom eins und eins zusammen und brachte das Produkt auf den Markt.