Wir kennen ja, wahrscheinlich, alle die Situation nach Silvester. Nach einem Blick in den Spiegel oder dem Gang auf die Waage sagt sogar unser innerer Schweinehund, dass wir uns mal wieder mehr bewegen sollten. Aber wie soll man das anstellen, was ist die richtige Sportart und kann man auch etwas falsch machen?

1) Wie finde ich die richtige Sportart für mich?
So unterschiedlich wie unsere Vorlieben sind, so viele Sportarten gibt es auch. Die richtige für sich herauszufinden ist dabei teilweise schier unmöglich. Schon von Kindheit an werden wir im Sportunterricht dazu „gezwungen“, die verschiedensten Sportarten auszuprobieren, ob es uns gefällt oder nicht. Aber darin steckt das probateste Mittel. Nur durch Ausprobieren können wir überhaupt sagen, ob uns eine Sportart gefällt oder nicht. Wichtig ist jedoch dabei auch, dass man mit jemandem zusammen trainiert, der uns das Wesentliche des Sports, die Technik oder die Bewegungsabläufe, überhaupt einmal zeigt. Nur so kann man zu dem Schritt kommen, dass die Sportart nachhaltig wird, also dass sie uns Spaß macht und wir, obwohl die Couch doch mal eine starke Anziehungskraft hat, uns freiwillig bewegen. Gerade zum neuen Jahr bieten fast alle Fitnessstudios Schnupperangebote, die man auf jeden Fall auch wahrnehmen sollte. Dabei darf auf gar keinem Fall im Vordergrund stehen, dass man zwingend einen Vertrag unterschreibt, im Gegenteil. Erst dann wenn man ausreichend Zeit hatte, sich alles anzuschauen, die verschiedenen Angebote auch ausprobieren konnte, erst dann sollte man den Schritt zu einer längeren Mitgliedschaft wagen.

2) Wie beginne ich mit dem Training?
Grundsätzlich empfiehlt es sich, bevor man nach einer Pause wieder mit Sport beginnt, sich beim Arzt untersuchen zu lassen. Was da genau gemacht werden sollte, weiß jeder Hausarzt.

Wenn man dann mit dem Training beginnt, sollte man sich auf jeden Fall 5-10 Minuten aufwärmen. Das Warm-Up dient dabei in erster Linie dazu, die Gelenke, die Muskeln und das Herz-Kreislauf-System auf die Bewegung vorzubereiten. Es empfiehlt sich auch möglichst die Muskelgruppen aufzuwärmen, die man für den eigentlichen Sport dann auch braucht.

3) Wie dosiere ich das Training für mich?
Grundsätzlich wäre es von Vorteil, wenn man einen Trainingsplan für sich hat. Diesen erhält man bei seinem Trainer im Fitnessstudio oder man leistet sich einmal einen Personal Trainer, der einem einen Plan nach den eigenen Wünschen erstellt. Aber auch „ohne Plan“ zu trainieren ist nicht schlimm, wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet. Ein Trainingseffekt findet fast ausschließlich in den Regenerationspausen statt, Ruhetage gehören also genauso zum Training dazu. Zusätzlich sollte man auf Abwechslung achten. Wenn man immer nur das Gleiche trainiert, fehlen dem Körper nach 2-3 Monaten die Reize besser zu werden. Außerdem braucht der Körper die verschiedenen Trainingsreize, um die eigene Erholung zu fördern und das Herz-Kreislauf-System zu trainieren.
Zum Abschluss jeder Trainingseinheit gehört dann ein Cool-Down, was jedoch nicht zwingend sportartspezifisch sein braucht. Hier bringt Abwechslung auch mehr Spaß ins Training.

4) Welche Ausrüstung benötige ich?
Sicherlich gibt es sehr viele Sportarten, bei denen man spezielles Equipment benötigt. Will man jedoch jetzt „nur“ ins Fitnessstudio oder „nur“ laufen gehen, braucht man nicht viel. Funktionskleidung, damit der Schweiß vom Körper wegtransportiert werden kann, je nach Sportart entsprechend der Witterung angepasste Outdoorkleidung wie eine Regenjacke, kurze oder lange Hosen. Dazu sollte man auf gute Socken achten (um der Blasenbildung vorzubeugen), ebenso wie entsprechende Sport- oder Laufschuhe. Diese sollte man dann beim Fachhändler vor Ort kaufen und sich auf jeden Fall beraten lassen.

5) Was gibt es sonst noch zu beachten?
Wenn man mit Sport beginnen möchte, kostet es meist Geld. Hier gilt dann darauf zu achten, dass man nicht unnötig Geld aus dem Fenster wirft. Die teuerste Ausrüstung muss nicht zwangsläufig die beste sein. Bei allen Sonderangeboten hilft es jedoch auch, einfach mal den Kopf anzuschalten und sich zu fragen, ob ein paar Schuhe für sehr wenig Geld wirklich gesund für meine Füße sind, wenn ich 2-3mal pro Woche mich bewegen möchte. Gibt man hier an der richtigen Stelle für die richtige Ausrüstung sein Geld aus, fördert man damit auch die Nachhaltigkeit des eigenen Trainings und nicht den Wert des eigenen Schuh- oder Kleiderschrankes.

Zudem empfiehlt es sich, einen Trainer zu kontaktieren. Bestenfalls kann man sich dann auch einer Gruppe anschließen, um seinen inneren Schweinehund besser überwinden zu können. In der Gruppe kann man dann sich auch mit Gleichgesinnten austauschen und von den Erfahrungen anderer profitieren, damit fällt die Integration der Bewegung in den Alltag auch leichter.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und vor allem viel Spaß bei der Umsetzung Ihrer Vorsätze für das neue Jahr. Und falls ich Ihnen dabei helfen kann, schreiben Sie mich bitte an!

Schöne Grüße,
Markus Dawo