Von Rainer Wittmann / Bild: Photo Studio Büttner

Regensburg. Auf der einen Seite stehen die kleinen Dinge des Lebens, die gut und vielleicht auch gerne mal einfach so übersehen werden; sie werden als gegeben hingenommen, sie werden akzeptiert und abnickend abgelegt – weil‘s eben scheinbar immer schon so war, auch nicht mehr anders werden kann. Und auf der anderen Seite gibt es Menschen, die genau dort hinsehen, wo andere vielleicht gar schon unterbewusst wegsehen, weil sie gar nicht mehr so genau hinsehen möchten, wie sie im Grunde hinsehen sollten. Vielleicht weil es ihnen peinlich ist oder vielleicht auch deshalb, weil sie einfach schon ein wenig verblendet sind in ihrer abstrakten Wahrnehmung der echten Realität.

Und genau da setzt Urs Maschka an. Der im Jahre 1969 geborene Schweizer lebt schon lange in Regensburg (Bayern) mit seiner Frau und seinen mittlerweile schon fast erwachsenen zwei Söhnen. „Ereignisse des Lebens kann man auf verschiedene Art und Weise betrachten“, sagt er. Und gerade deshalb hat er nie aufgehört damit, heitere Geschichten in Reimform aufzuschreiben. Ein charmanter Witz, gewürzt mit Sarkasmus an der richtigen Stelle soll den Leser beflügeln, Scheuklappen und rosa Brille abzunehmen und einfach mal ein wenig genauer hinzusehen. Denn was ist schöner als Schadenfreude, wenn sie auf andere abzielt. Oder erkennen wir uns vielleicht doch selbst auch ein klein wenig in Maschkas lyrischen Kurzwerken wieder? Man weiß es nicht genau. Das ist genau der Punkt, der für den gebürtigen Schweizer wichtig ist. Mit extravaganten, situativen Denkanstößen zwischen den Zeilen möchte er zum Querdenken animieren, vielleicht auch zum Nachdenken über sich selbst und vielleicht möchte er auch ein wenig die Welt damit verändern, ein klein wenig besser machen.

165 Paarreime hat er in seinem Erstlingswerk zusammengetragen, verteilt auf sieben Themenbereiche. „Mein Wunsch ist es, auf ungewöhnliche Art die Fantasie des Lesers zu animieren und ihn zum Schmunzeln zu bringen.“ Wer Fantasie wecken möchte, muss auch fantastisch fabulieren können. Ob und wie ihm das gelingt, liegt auch hier wie immer zuerst im Auge und dann in den Gehirnwindungen des Betrachters. Auf jeden Fall wird es eine große Freude bereiten, mit Kate und ihrem Nilpferd auf Reisen zu gehen, Babettes Beinhaarwuchsdebakel zu bedauern oder sich betreffend Stationär-Behandlung Fragen zur Matratzenwahl zu stellen.

Hier gibt es das Buch zu kaufen.